Konzerte / Performances 2018

Dieter Kaufmann: 
Selbstbildnis moments musicaux aus 53 Jahren
Elena Denisova, Violine solo




Termin:
Fr, 13.07.2018 20:00 Uhr
Ort: Kellertheater
Dieter Kaufmann präsentiert die Uraufführung seiner vierten akusmatischen Symphonie:
„Selbstbildnis – moments musicaux aus 53 Jahren", in 4 Sätzen: Op.1-61 (1964-1989) / Op.62-99 (1989-2004) / Op.100-  131 (2006-1012) / Op.132-176 (2012-2017), Op.179/2018

Elena Denisova interpretiert drei Werke für Violine solo:
Dieter Kaufmann „Etüden für eine bessere Welt VIII“
(Bi-Polar/Berceuse/12-Ton-Geige/Sprech-Spiele mit Texten von P.Gerhardt, J.v.Eichendorf, J.W.v.Goethe   und  M.Claudius/Lieben Sie Bach?) Op.174/2017
Elzbieta Sikora  „Solo“ 1984
Dieter Kaufmann „Paganihilismo“ Variationen über drei   Fragmente aus der Sauret-Cadenz zum 1. Violinkonzert   von Niccoló Paganini
für Solovioline und Zuspielung,   mit Originalaufnahmen von Elena Denisova, Op.77/1997

Elena Denisova
Denisova studierte bei den Oistrach-Lieblingsschülern Valery Klimov und Oleg Kagan und startete seit 1990 ihre Karriere, die sie mit bekannten Orchestern Festivals und renommierten Konzertreihen zusammenführte. Sie gründete die Österreichische Gustav Mahler Vereinigung, das Gustav Mahler Ensemble, das Streichorchester Collegium Musicum Carinthia, die Classic Etcetera Musikvereinigung und ist seit 2002 Intendantin des von ihr ins Leben gerufenen WoertherSee Classics Festivals.
Elzbieta Sikora in Lwow geboren, hat bei Pierre Schaeffer, François Bayle, Tadeusz Baird, Zbigniew Rudzinski, John Chowning und Betsy Jolas in Paris, Warschau und den USA studiert. Seit 1981 lebt sie in Paris, teilt ihre Zeit aber immer häufiger zwischen Frankreich und Polen, wo sie viele Jahre künstlerische Leiterin des Festivals MUSICA ELECTRONICA NOVA war. Ihre letzte Oper, „Madame Curie“, wurde in Danzig, Paris und China aufgeführt und erhielt 2013 den Preis der „Orphé d’Or de l’Académie du Disque Lyrique“ in Paris.

Dieter Kaufmann, geb. 1941 in Wien, in Kärnten aufgewachsen, Studien in Wien und Paris, em.Univ.Prof. (unterrichtete von 1970 – 2006 an der Wiener Musikuniversität), 2001-13 Präsident der Austro Mechana, Komponist von elektroakustischen, vokalen und instrumentalen Werken, von Musiktheater und Multimedia-Produktionen, die er zusammen mit seiner Frau Gunda König mit dem K&K Experimentalstudio/MusikTheater-Verein K&K seit 1970 international aufführt.
„Selbstbildnis“ ist eine Art „Chronophonie“ meiner Werkstatt.
Ich setze Bausteine aus 170 Werken so zusammen, dass eine Art „chronologische Werke-Melodie“ entsteht (in der Art der anekdotischen Melodie der Klangobjekte in meinem „Wiener Werkel“ von 1970 (dort aber jeweils 1 Sekunde pro Objekt). Hier sind die Ausschnitte unterschiedlich lang, also manchmal auch einige  Sekunden. Dabei ist mir bewusst geworden, dass ich dabei die mir sonst so verhasste Ästhetik der Werbung imitiere. Aber vielleicht ist es ja auch eine Werbung für meinen Werkekatalog. Das Ganze kann aber auch in die üblichen 4 Sätze von Symphonien gegliedert werden.  Alle meine „Symphonien“ sind ja in Wirklichkeit nur zum Schein Symphonien. Gemeinsam ist ihnen, dass sie aus bestehenden Werken zusammengesetzt, also „symphonisch“ sind, einmal in
der Gleichzeitigkeit („symphonie acousmatique“), hier in der Aufeinanderfolge.
Etüden für eine bessere Welt VII (2017), ein weiterer Versuch, Musik für Sprache und Instrument zu komponieren, die von ein und der selben Person interpretiert wird, sozusagen die beiden Gehirnhälften simultan zu aktivieren: Das Instrument singt den Text und die Stimme macht die Musik verständlich. So entstehen kleine Solo-Melodramen, sozusagen eine konzertante Form von synchronem Multitasking.

Elzbieta Sikoras „Solo“ (1983) für Violine (Verlag: Chant du Monde) ist Hanna Lachert gewidmet, die es am 26. September 1984 in New York uraufgeführt hat. Die globale Form des Werkes resultiert aus der Entwicklung eines Spiels der Kontraste zwischen schnellen Trillern und Tremolos und melodischen Episoden. Dynamische Gegensätze können dabei bis zum Extrem gesteigert werden. Es ist eine Mischung aus Spannung, Heftigkeit, Süße und Charme.
Paganihilismo (1997), ein Stück Virtuosenmusik, aus seinem historischen, musikalischen und sozialen Umfeld herausge-schnitten und in heutige Zeit- und Frequenzverhältnisse versetzt. Schon Paganini selbst hatte mit Stimmung/Verstimmung experimentiert, als er den Solopart seines Es-Dur-Konzerts in D-Dur notierte und auf einem Instrument spielte, dessen Saiten um einen Halbton höher, also gestimmt waren. Hier aber wird die Geigerin in der Zuspielung bis zu 512-fach geklont. Sie treibt sich sozusagen selbst in den artistischen Wahn, aus dem sie allerdings immer wieder unbeschädigt zurückkehrt.
 

Ticket-Preise:
15,- / 9,-
Die 2. Preise sind ermäßigte Preise für Jugendliche bis 18. Jahren, Studierende, Zivil- und Präsenzdiener, InhaberInnen der Kultur-Card-Kärnten und Mitglieder des Musikforum
Ö1 Clubmitglieder und Standard AbonnentInnen erhalten eine Ermäßigung von 10% auf den Kartenpreis (für das Mitglied).

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